Kölscher Rundgang

Vervielfältigt mit Genehmigung der Stadt Köln, Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster vom 25.01.2000, Kontrollnummer 328
1. Station: Der Kölner Gürzenich
Wenn am Rosenmontag die Zuschauer vor dem Fernsehschirm sitzen, um in der ARD die Sendung "Karneval in Köln" zu sehen, dann flimmert der festlich dekorierte Kölner Gürzenich in Millionen Wohnstuben bis weit über die Landesgrenzen. Schon viele Wochen früher, Anfang Januar, ist hier das Kölner Dreigestirn proklamiert worden. Wenn Prinz Karneval von seinem närrischen Volk auf einer Woge der Begeisterung getragen wird, dann denkt kaum jemand daran, dass 1474 Kaiser Friedrich III., 1486 und 1505 Kaiser Maximilan I. und 1520 Kaiser Karl V. im gleichen Haus, aber vor weniger fröhlichem Publikum, zu Gast waren.
Später diente der Gürzenich als Warenhaus, bis er zu Beginn des 19. Jahrhunderts wieder seine Funktion als Festhalle erfüllte. Theater- und Musicalaufführungen, Vorträge, Kongresse und in der 5. Jahreszeit fast ausschließlich der Karneval nehmen den in gotischer Architektur errichteten und inzwischen auch zum Kongresszentrum ausgebauten Gürzenich, dessen Hauptfassade im Osten liegt, mit Beschlag. Über den Eingängen befinden sich die Statuen von Marcus Vipsanius Agripp, dem Gründer Kölns im 1. Jh. v. Chr. und Marsilius.
2. Station: Der Fastnachtsbrunnen
Einen Steinwurf vom Gürzenich stadteinwärts entfernt, fristet ein Brunnen am Gülich-Platz, einem geschichtsträchtigen Ort, ein kaum beachtetes Dasein. Als in den Zwanziger Jahren hier der "Fastnachtsbrunnen" errichtet wurde, verspotteten ihn die Kölner wegen seines Aussehens respektlos als "Wäschbütt", "Spölbütt" oder "Stadtrots-Badewann", denn der Name "Fastnachtsbrunnen" kommt keinem Kölner, der Karneval feiert und seinen "Fastelovend" liebt, über die Lippen. Doch wer sich der Mühe unterzieht, den von Professor Georg Grasegger geschaffenen Brunnen näher unter die Lupe zu nehmen, der wird einige Stadtsoldaten, Kluten und tanzende "Hillige Knäächte un Mägde" als treffend gestaltete Bronzefiguren entdecken.
In den Schull- und Veedelszög am Karnevals-Sonntag und manchmal auch im Rosenmontagszug kann er den Mitgliedern der "Kölner Klutengarde", die sich in der Arbeitskleidung der früher am Rhein tätigen und wegen ihrer Derbheit bekannten "Kluten" präsentieren, wieder begegnen.
Die Stadtsoldaten waren bei der 1823 durch das "Festordnende Komitee" erfolgten "Wiederbegründung" des Karnevals als "Roten Funken" ebenso wie die schon in reichsstädtischer Zeit als Vertreter der Bauernbänke bekannten "Hillige Knäächte un Mägde" schon im ersten Kölner Rosenmontagszug im Jahre 1824 vertreten. Und da sind sie nicht nur bis heute, sondern hoffentlich für immer, noch zu finden.
3. Station: Das Kölner Rathaus
Wer dem Brunnen seine Aufmerksamkeit widmet, dessen Blick fällt auch zwangsläufig auf die Renaissancelaube des historischen Kölner Rathauses. Die Zeiten, als von deren oberer Etage Ratsbeschlüsse verkündet wurden, sind längst vorbei.
Urkunden belegen, dass Köln bereits 1135 als erste Stadt des deutschen Reiches an gleicher Stelle ein "Haus der Bürger" hatte.
Im Hansesaal des zweigeschossigen gotischen Saalbaus findet alljährlich eines der bedeutungsvollsten Treffen statt, wenn sich der für die Finanzierung des Kölner Karnevals so wichtige "Große Senat" mit dem Kölner Oberbürgermeister zu einem Essen trifft. An der Nordwand des im 19. Jahrhundert zur Erinnerung an die deutsche Hanse, die hier 1367 den Krieg gegen König Waldemar Atterdag von Dänemark beschlossen hatte, so benannten langgestreckten Saals sind die "Acht Propheten" befestigt, an der Südwand sind die aus dem 14. Jh. stammenden "Guten Helden", Vorbilder aus vorchristlicher und christlicher Zeit, angebracht und darüber ist Kaiser Karl IV. dargestellt, der der Stadt 1349 das Stapelrecht und 1355 das Wehrrecht bestätigte.
In dieser Umgebung lässt sich mit städtischem Tafelsilber nicht nur gut speisen, sondern auch gut spenden. Der Kreis der "Auserwählten" unter dem Präsidenten Jan Brügelmann ist zahlenmäßig klein aber von der Bedeutung her groß. Mehr Teilnehmer hat die alljährlich am 11. im 11. von der Karnevalistenvereinigung "Muuzemändelcher" veranstaltete karnevalistische Sessionseröffnungsfeier in der Piazetta des Rathauses, einem modern überdachten Platz, an dessen Wänden Bilder Kölner (Ober-) Bürgermeister, Dokumente und moderne Kunstwerke hängen.
Traditionell stellt der Festkomitee-Präsident das designierte Kölner Dreigestirn vor, der Oberbürgermeister hält eine launische, aber nicht immer unpolitische Rede und der Baas der Muuzemändelcher verleiht einer um den Karneval und die Stadt verdienten Persönlichkeit die "Goldene Muuz".
4. Station: Der Kölner Rathausturm und das Jan-von-Werth-Denkmal
Die an die Macht gekommenen Zünfte, deren Erinnerung die 1919 gegründete Kölner Karnevalsgesellschaft "Fidele Zunftbrüder" hochhält, errichteten den 61 Meter hohen Rathausturm Anfang des 15. Jahrhunderts. Ihn ziert neben den 124 Figuren aus der Kölner Geschichte auch der "Platzjabbek", eine Figur, die zur Erinnerung an die entmachteten Patrizier zur vollen Stunde die Zunge herausstreckt.
Wenn am 11. im 11. eines jeden Jahres die nach dem Kölner Heimat- und Volksliederdichter benannte und 1967 gegründete "Willi Ostermann-Gesellschaft" die neue Session eröffnet, dann starren mehr als 20 000 Jecken auf die Uhr am Rathausturm. Denn elf Minuten, nachdem der Platzjabbek sein Stundenwerk vollendet hat, bricht riesiger Jubel aus, wenn im Beisein des Oberbürgermeisters und des Festkomitee-Vorstandes vor laufenden Fernsehkameras und ungezählten Mikrofonen das Freudentaumel und Begeisterung auslösende erste "Kölle alaaf" über den Platz, durch die Stadt, in die Büros und in die Wohnstuben schallt.
Zum Glück ist der Reitergeneral Jan von Werth, dem zu Ehren sich 1925 das "Reiter-Korps Jan von Werth" gründete, seit 120 Jahren fest auf seinem hohen Denkmal-Sockel verankert. Wenn er erzählen könnte, würden wir so manche Fastelovends-Anekdote erfahren. Denn auf Weiberfastnacht versammeln sich wiederum rund 20 000 Jecken, um dabei zu sein, wenn der Kölner Oberbürgermeister auf einer Veranstaltung der KG "Altstädter Köln 1925 e.V." den Straßenkarneval offiziell eröffnet. Und am Nachmittag dienen die dann schon für die Umzüge aufgestellten Tribünen wiederum tausenden Jecken als willkommener Sitz- und Standplatz für einen fröhlichen Empfang des Umzuges, den das Reiterkorps Jan von Werth alljährlich auf Weiberfastnacht, beginnend am Severinstor in der Kölner Südstadt und endend auf dem Altermarkt, durchführt. Das legendenhaft überlieferte Ereignis, in dem die Bauernmagd Griet auf den einst von ihr verschmähten Bauernburchen trifft, mündet immer im gleichen Spiel.
Dem Ausspruch der Griet: "Jan, wer et hät gewoss" entgegnet der inzwischen zum General aufgestiegene Jan von Werth mit: "Griet, wer et hätt gedonn!" Vor der von Jupp Schlösser so schön besungenen Kulisse der Bürgerhäuser auf dem Alter Markt mit ihren mittelalterlichen Spitzgiebeln spielt sich heute "Freude pur" ab. Wer weiß schon, dass dieser Ort in vergangenen Jahrhunderten zentraler Platz für politische und gesellschaftliche Ereignisse, für Aufläufe, Turniere, Kundgebungen und sogar öffentliche Hinrichtungen war? Hier boten früher die Bäuerinnen und Bauern, vorwiegend aus dem Vorgebirge stammend, den Kölner Frauen ihre Waren feil und hier vermischte sich das Kölsche Dialekt mit der Umgangssprache der Vorgebirgler zum "Kölsch met Knubbele". Wenn am Sonntag und Montag die Umzüge sind, dann hat der Kölner Oberbürgermeister für geladene Gäste eine eigene Tribüne. Und davor sind die Zugteilnehmer noch lustiger, als an den anderen Stellen des Zugweges ...
5. Station: Der Kallendresser
Wenn Sie am Haus 24 nach oben schauen, entdecken Sie einen von Ewald Mataré geschaffenen stoppelbärtigen, bronzenen Gnom, der seine Hosen heruntergelassen hat und dem Betrachter sein entblößtes Hinterteil zeigt.
Der "geistiger Vater" dieser Figur, der Bauunternehmer Jupp Engels, hat sich zu Lebzeiten als "Oberkallendresser" bezeichnete und alljährlich Kölner Persönlichkeiten zu "Kallendressern" ernannt. In früheren Zeiten benutzten die Dachdecker, aber auch so mancher Hausbewohner die Regenrinnen, in Köln "Kall" genannt, sehr oft, um ihre Notdurft zu verrichten. Der Weg vom Dach zum Boden war vielen doch zu mühselig und an Aufzüge war ja noch kein denken. Der Kallendresser, also der "Regenrinnenscheißer", beruht auf einem historischen Vorbild, denn ein früherer Bewohner des Hauses hatte ständig Streit mit dem Abt von St. Martin und als es ihm zu bunt wurde, drückte er seine Meinung auf "derb Kölsch" aus.
6. Station: Die Bronzeskulptur von Tünnes & Schäl
Vor dem Hauseingang auf der Rückseite des Hauses 24, über eine Passage zu erreichen, begegnen uns die von einem Düsseldorfer (!) Künstler gefertigten Bronzeskulpturen zweier Typen, die ein keinem Taufbuch stehen und nie in einem Sterberegister verzeichnet sein werden. Und doch sind Tünnes und Schäl als Kölner Originale in aller Welt bekannt.
Sie sind die Vertreter kölschen Witzes und Humors, Mittelpunkt kölscher Fopperei und Jrielächerei, Beispiel für Schalkheit und Pfiffigkeit. In jedem Kölner, so sagt man, steckt ein Stück von Tünnes und ein Quäntchen Schäl und schon die alten Kölschen ließen es an Akzeptanz für all die in die Stadt strömenden Kauze und Typen nie fehlen, wenn es hieß: "Unsen Herrjott hät allerhand Kossjänger".
Tünnes ist der typische Vertreter des Bauern, der durch die Stadterweiterungen 1883, 1888, 1919 und 1914 seine Knollenfelder und Gemüsegärten verloren, in langen Verhandlungen mit der Stadt dafür einen ansehnlichen Preis erzielt hat und es deshalb nicht mehr für notwendig erachtet, einer geregelten Arbeit nachzugehen. Mit seiner knolligen Nase ist er ein gutmütiger, harmloser, ulkiger Kerl mit einer nicht zu übertreffenden Bauernschläue. Er geht aller geregelten Arbeit gerne aus dem Weg, weiß aber trotzdem seine Geschäfte abzuschließen. Im Karneval tragen die als solche maskierten "Tünnesse" einen blauen Bauernkittel mit rotem Halstuch. Die knollige Nase ist übertrieben rot (vum suffe) und ihre Füße stecken in Klumpen.
Schäl ist ein listiger, verschlagener Uuzer, dessen Blick etwas stechendes und dessen Urteile und Ansichten etwas Salzgeschmack haben. Noch arbeitsscheuer als Tünnes, oft unter Strom (Alkohol) stehend, streitsüchtig, Schlägereien nicht aus dem Weg gehend und mit einem Gespür dafür ausgestattet, wie man sich dennoch beliebt machen kann. Schäl ist Schwadroneur und emotionsgeladener Halbwisser an Biertheken und bei den Spielen des 1.FC. Aber auch Leisetreter, Schmeichler und Schönredner, Intrigant und Zwischenträger, kurzum: "ene fiese Möpp", den die Kölner trotzdem (oder gerade deshalb?) lieben.
7. Station: Groß-St.Martin und die Schmitz-Säule
Folgen wir der Blickrichtung von Tünnes, dann ist die Romanische Kirche Groß St. Martin nicht zu übersehen. Die 1150 errichtete Stiftskirche ist Namensgeberin des Martinviertels in jenem Teil der Altstadt, der im Mittelalter als Rheinvorstadt die Lebens- und Wirkungsstätte der Kaufleute war, die sich auch am Bau der Kirche beteiligten.
Erzbischof Bruno I. hatte den Rheinarm, auf dem die Kirche im Mittelalter stand, zuschütten lassen und damit die Voraussetzungen für die Anlage des befestigten Martinviertels geschaffen. Eine Inschrift, deren Inhalt der "Schmitz-Säule" ihren Namen gab, ruft dies in Erinnerung, nennt Hochwasserstände des Rheins und gibt zudem Aufklärung über den Stammbaum der Kölschen.
8. Station: Der Ostermannbrunnen
Bis zum Ostermannbrunnen ist es nur ein Katzensprung. 1939 zur Erinnerung an den Kölner Volksliederdichter und Sänger Willi Ostermann aus dem von Thomas Liessem gespendeten Erlös des Schallplattenverkaufs des Liedes "Heimweh nach Köln" und weiteren Spenden errichtet, wurde er nach dem Krieg von dem Karnevalisten Franz Unrein ("Schütze Bumm", "Jupp vum Kägelclub") und von Mitgliedern der 1949 gegründeten Karnevalistenvereinigung "Muuzemändelcher" wieder notdürftig hergerichtet und später in Teiletappen restauriert.
Weit mehr als 100 Lieder hat der 1936 verstorbene Willi Ostermann hinterlassen. Sein auf dem Sterbebett vollendetes Lied "Heimweh nach Köln" war einst in den entlegensten Schützengräben Synonym für Heimat und Familie, für Frieden und Hoffnung. Es gab Kraft auch denen, die der kölschen Sprache nicht mächtig waren.
Bis heute ist der Name Willi Ostermann ein Markenzeichen für fast alles, was sich mit schwungvollen Liedern und Köln und den Rhein sowie humorvollen Milieuschilderungen verbindet. Bis vor einigen Jahren fand hier am 11. im 11. eines jeden Jahres die Sessions-Eröffnung statt. Das immer größer werdende Publikumsinteresse führte zu einer Verlagerung auf den wesentlich größeren und nur wenige Meter entfernten Altermarkt.
9. Station: Die Bronzestatue von Willi Millowitsch
Nur wenige Schritte weiter, auf dem Eisenmarkt, begegnet uns der 1999 im Alter von 90 Jahren verstorbene Kölner Volkschauspieler Willy Millowitsch als überlebensgroße Bronzefigur. Diese wurde schon zu Lebzeiten des zum Ehrenbürger der Stadt ernannten Komödianten errichtet und ist seitdem Anziehungspunkt nicht nur für die Touristen.
Einmal neben dem Mann auf der Bank zu sitzen, dessen Sohn Peter nunmehr in der 6. Generation die von Franz Andreas Millowitsch (1797-1875) begründete Theater-Dynastie mit dem auf der Aachener Straße ansässigen "Millowitsch-Theater" fortführt, ist der Wunsch auch vieler Kölner, die ihn als "unser Willy" für sich vereinnahmt haben.
Auch zur Karnevalszeit immer auf der Theaterbühne stehend, fand Willy Millowitsch bis auf seine legendären mitternächtlichen Auftritte in der "Lachenden Sporthalle" kaum Gelegenheit, sich aktiv am Karnevalsgeschehen zu beteiligen. Im Kölner Rosenmontagszug wurde er, wenn es dabei sein konnte, immer stürmisch umjubelt.
10. Station: Das Hänneschen Theater
Dass Willy Millowitsch in Sichtweite der unter dem Namen "Kölner Hänneschen" weltweit bekannten "Puppenspiele" verewigt ist, ist beileibe kein Zufall.
Ende der dreißiger Jahre im vor-vorigen Jahrhundert betätigte sich Franz Andreas Millowitsch als Puppenspieler. Wenn die Schiffbrücke ausgefahren wurde, stand er auf der Deutzer Seite bereit, um die Wartenden zu unterhalten. Seinen diversen Anträgen auf Erteilung einer Konzession wurde erst 1847 entsprochen, weil der Schneider Christoph Winters für sein 1802 gegründetes Hänneschen-Theater eine Monopolstellung hatte. An Christoph Winters, dem Gründer der ersten ortsfesten Puppenbühne im deutschsprachigen Raum, erinnert die am Haus der heutigen "Puppenspiele der Stadt Köln" angebrachte Plakette.
Anfang September eines jeden Jahres wird der Eisenmarkt zum Treffpunkt der vielen Hänneschen-Fans, die teilweise mehrere Tage und Nächte hier verbringen, um beim Vorverkauf für die legendären Hänneschen-Karnevalssitzungen ihre Eintrittskarten zu ergattern. Vom Hänneschen-Intendanten Heribert Malchers mit warmen und aus mitgebrachten Flaschen und Kästen mit "geistigen" Getränken versorgt, ist die Vorfreude auf Karneval zum Volksfest geworden. Wenige Stunden nach Kassenöffnung heißt es "Ausverkauft" und wenn sich zur Karnevalszeit die Jecken im Hänneschen wieder treffen, dann wird die spätsommerliche Feier garantiert in der nächsten Kneipe fortgesetzt.
11. Station: Das Museum für Karnevalsorden und Jupp-Schmitz-Plätzchen
Wenn es Ihnen gelingt, an den Kneipen in der Altstadt vorbei zu kommen, dann führt Sie der Weg vom Heumarkt zum Alter Markt durch die Straße "Unter Käster". Hier, im Haus 12 befindet sich das "Museum für Karnevalsorden", in dem Sie (fast) alles über Karnevalsorden, die auch käuflich zu erwerben sind, erfahren können.
Zu festgesetzten oder vereinbarten Zeiten (Telefon 0221 252981 oder 253600) werden auch Führungen durch den Betreiber Hans Jürgen Knopek, der am Alter Markt 55 eine Münzen & Medaillen-Galerie betreibt, humorvoll und sachkundig durchgeführt. Es lohnt sich, daran teilzunehmen.
Wieder auf dem Alter Markt, steigen Sie die rechts vom Rathausturm befindlichen Stufen hoch. Hier kennen Sie sich schon aus. Vorbei am "Fastnachtsbrunnen" auf dem Gülichplatz führt Sie Ihr Weg zum Jupp Schmitz-Plätzchen an der Rückseite des Farina-Hauses. Ein kleines Denkmal, auf dem auch die bekanntesten Lieder des Komponisten, Texters und Sängers (1901 - 1991) in Bronzeguss verewigt sind, erinnert an den "Schnäuzer", wie er von den Kölner liebevoll genannt wurde, der über Jahrzehnte mit seinen Melodien und ver"schmitz"ten Texten Jung und Alt erfreut und auch dem vaterstädtischen Fest viele Glanzlichter aufgesetzt hat. Eine seiner schönsten Melodien, zu der Hans Jonen den Text schrieb, sollten Sie sich für später aufheben: "Am Aschermittwoch ist alles vorbei". Nutzen Sie die Zeit, Köln und sein Karneval haben viel zu bieten.
Alaaf!