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Der Kölner Gürzenich
Wenn am Rosenmontag die Zuschauer vor dem Fernsehschirm sitzen, um in der ARD die Sendung "Karneval in Köln" zu sehen, dann flimmert der festlich dekorierte Kölner Gürzenich in Millionen Wohnstuben bis weit über die Landesgrenzen. Schon viele Wochen früher, Anfang Januar, ist hier das Kölner Dreigestirn proklamiert worden. Wenn Prinz Karneval von seinem närrischen Volk auf einer Woge der Begeisterung getragen wird, dann denkt kaum jemand daran, dass 1474 Kaiser Friedrich III., 1486 und 1505 Kaiser Maximilan I. und 1520 Kaiser Karl V. im gleichen Haus, aber vor weniger fröhlichem Publikum, zu Gast waren.
Später diente der Gürzenich als Warenhaus, bis er zu Beginn des 19. Jahrhunderts wieder seine Funktion als Festhalle erfüllte. Theater- und Musicalaufführungen, Vorträge, Kongresse und in der 5. Jahreszeit fast ausschließlich der Karneval nehmen den in gotischer Architektur errichteten und inzwischen auch zum Kongresszentrum ausgebauten Gürzenich, dessen Hauptfassade im Osten liegt, mit Beschlag. Über den Eingängen befinden sich die Statuen von Marcus Vipsanius Agripp, dem Gründer Kölns im 1. Jh. v. Chr. und Marsilius.
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